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netbook remix: Google ChromeOS

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als neuesten Test für mein Lenovo S10e habe ich mal das ChromeOS cherry heruntergeladen. ChromeOS basiert auf Linux und wurde von Google als Betriebssystem für den Chrome Browser entwickelt. Normalerweise ist das Image 4 GB groß, Aber hexxeh (Hexxeh on Twitter) hat es auf knapp 1 GB eingedampft.

Installieren auf den USB-Stick ist ein Kinderspiel. Nachdem das Image heruntergeladen  wurde, hangelt man sich im Terminal in das Verzeichnis zum Image und gibt folgendes ein:

  • sudo dd if=ChromeOS-Cherry.img of=/dev/X bs=4M

Wobei /dev/X für den Stick steht. Also z.B. /dev/sdc oder ähnlich. Achtung!!! Schaut genau nach, wo der Stick sitzt, sonst überschreibt ihr vielleicht wichtige Daten. Überprüfen kann man das mit dem Befehl mount oder einfach in die /var/log/messages schauen.  Dort sollte etwas von USB /dev/sdc  oder ähnlich am Ende stehen.

Dann kann man das Netbook auch schon vom Stick booten. Der Bootvorgang geht sehr schnell und innerhalb von Sekunden ist der Anmeldebilschirm sichtbar. Benutzername: punchface und Passwort: punchface . Wirklich Sinn macht das Ganze aber nur wenn man ein Google Konto hat. So kommt man dann bequem an seine Daten, E-Mails und kann Chrome in vollen Zügen geniessen.

Gewöhnungsbedürftig ist, dass man keine anderen Programme vorfindet und scheinbar alles nur online machen kann. Unter die Haube (hinter dem grafischen Screen) schauen kann man mit “STRG – ALT  – T”. Dann hat man die gute alte shell mit seiner ganzen Linuxvielfalt.  “ALT – F1″  (oder “ALT – tab”) bringt einem die grafische Oberfläche wieder zurück. Viele Einstellungen kann man  dort nicht wirklich vornehmen.

Hardware technisch erkennt das System alles. Der Kernel wird in der Version 2.6.30 mitgeliefert. Das wlan braucht allerdings ein paar Minuten bevor es bereit ist, aber dann funktioniert es aus dem Stehgreif.

“Software” sind hauptsächlich Google Anwendungen wie Suche, GMail, GoogleReader, Google Calender, GoogleDocs, YouTube, Picassa Web, Google Contacts und To-do-Listen über Buttons abrufbar . Außerdem sind als Fremdanwendungen  Hotmail, Yahoo Mail, Hulu, Lala, Pandora, Facebook und Twitter vertreten.

Bei Hulu, Lala und Pandora wird leider sehr auf den amerikanischen Markt gezielt und wir Europäer bleiben außen vor.

Die Diskussion um das Für und Wider  von Google ChromeOS wird sicher noch extremer als die der Linux vs. Windows User Flameware. Wer will schon Google seine ganzen Daten anvertrauen. Aber tut man das nicht bereits? Egal ob Suchmaschine, Gmail, Wave und und und… irgendwo ist doch jeder schon registriert oder gespeichert.

One Comment

  1. abcde

    Wer private/geschäftliche/wichtige Daten unverschlüsselt bei einem Unternehmen wie Google speichert und sich ganz und gar auf die 365/24/7-Verfügbarkeit, sowie die huntertprozentige Verlässlichkeit in Sachen Datensicherheit und Wahrung der Privatsphäre/Anonymität verlässt, der ist an [Naivität / Gutgläubigkeit / Zweckoptimismus / Glauben an Charakterstärkung durch steigende Börsenkurse]* kaum zu überbieten.