Heute habe ich eine neue Distribution auf meinen Lenovo Ideapad s10e ausprobiert: PeppermintOS One. (Die Jungs mögen keine Nummern). Ein weiterer Abkömmling von Ubuntu / Linux Mint. Zugeschnitten auf den amerikanischen Anwender soll das Betriebssystem eine Schnittstelle zur Cloud sein. Möglich gemacht wird das durch Prism, eine Firefox–Erweiterung, die einzelne Anwendungen im eigenen Fenster aufruft:
Prism is a standalone application and Firefox add-on that lets users split Web applications out of their browser and run them directly on their desktop.
Vorinstalliert sind Dropbox, Facebook, Seesmic, pixlr, Hulu, last.fm, Pandora, CloudPlayer, YouTube, Google Kalender, – Docs, – Mail, -Reader. Da einige der Dienste aber nur in den USA zur Verfügung stehen, kann man sich mit Prism auch andere shortcuts anlegen.
Das Problem beim ideapad ist natürlich wieder Wlan. Die eingebaute Broadcom Karte BCM4312 wird nicht unterstützt. Der vorgeschlagene Treiber b43fwcutter funktioniert nicht. Hier gibt es eine gute Anleitung wie man den Treiber wl installiert: bcm43xx
Im Prinzip sind es nur 3 Schritte:
1. im Terminal ausführen:
-$ lspci -vvnn | grep 14e
damit liest man aus welcher Chip verbaut ist. Bei mir ist es:
Broadcom Corporation BCM4312 802.11b/g
Unterstützt werden BCM4311, BCM4312, BCM4313, BCM4321, BCM4322, BCM43224, BCM43225
2. Dann im Terminal ausführen:
~$ sudo aptitude update ~$ sudo aptitude install bcmwl-kernel-source
Damit werden erst mal die Quellen eingelesen und dann die Module installiert.
Jetzt sollte der Treiber in System > Administration > Hardware Drivers
erscheinen
und kann aktiviert werden.
3. Jetzt noch neu starten und das WLAN sollte funktionieren. Wenn man die Live-CD oder einen USB Stick verwendet, kann man auch folgendes eingeben:
~$ sudo modprobe -r b43 ssb wl ~$ sudo modprobe wl
und dann erscheint die WLAN Verbindung.
Fazit:
Ein relativ schnelles System, das auf alte Hardware abzielt. Mindestvoraussetzung sind
- i386 or derivative processor (AMD64 and x86_64 are fine as well)
- 256 MB of RAM (possible it works with as little as 192, but not positive)
- 4 GB hard drive space (this is an overestimate just for good measure)
Für mich ein wenig “Windows” lastig. Der Aufbau des Menüs erinnert sehr an XP. Für Windowsumsteiger vielleicht einfacher, aber wenn man Ubuntu kennt, ist man erst mal am suchen wo was einsortiert ist.
Ansonsten ein ganz gelungenes Derivat. Weiter so Team Peppermint.
