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afyon – die reise geht weiter

Gestern habe ich Istanbul mit der Gewissheit verlassen, dass ich wieder kommen werde. Es gibt noch stets Sachen, die ich mir anschauen möchte und diese Stadt ist immer wieder faszinierend.

Ich bin also nach Afyon gefahren. Eine Stadt mitten im Westanatolischem Binnenland. Afyon heißt Opium und ist berühmt für seinen Mohnanbau. Leider habe ich unterwegs keine blühenden Felder gesehen. Vielleicht verstecken die Mohnbauern aber auch ihren Mohn vor den Touristen. Obwohl, hier gibt es gar keine Touristen und ich werde wie ein Wunder aus einer anderen Welt angeschaut, muss viele Fragen beantworten, und dass alles mit meinem radebrechenden Türkisch.

Heute Morgen bin ich den Berg hinaufgeklettert um die Burgruine zu besichtigen. Puh, angeblich ist der Berg ca. 230 m hoch, aber gefühlt war der Mount Everest… Oben angekommen bin ich mit Murat ins Gespräch gekommen (nachdem ich meinen Atem wieder gefunden hatte) und er lud mich ein , in seinem Haus einen Tee auf der Dachterrasse zu trinken. Gastfreundschaft ist hier grenzenlos. Nachdem wir den Berg wieder runter geklettert waren, hat Murat mir noch 2 Mevlani Museen gezeigt. Einmal ein Mevlani Haus, wie man vor 100 Jahren hier gelebt hat und das Mevlani Museum, wo das Leben und das Wirken der Mevlani gezeigt wurde.

Eine Besonderheit zeigte mir Murat noch in der Imaret Moschee. Vor jeder Moschee ist ein Pavillon zum Reinigen der Gläubiger vor dem Gebet aufgebaut. In diesen Pavillon kann man mit dem Gegenüber sprechen auch wenn man sich nicht sieht und durch den Aufbau in der Mitte getrennt ist. Die Akustik ist so ausgefeilt, dass man den Sprechenden wie durch Lautsprecher hört.

Zum Abschluss tranken wir noch ein paar Gläser Tee auf seiner Terrasse und genossen den Blick über Afyon.

Danach musste ich natürlich den örtlichen Hamam ausprobieren. Der Masseur meinte es gut mit mir und brach mir fast alle Knochen. Nur die zum Gehen und aufrecht stehen ließ er ganz, damit ich das Hamam noch wieder verlassen konnte. Der Friseur war als nächstes dran. Der Bart musste ab. Ein schöneres Wohlfühlprogramm gibt es nicht und man fühlt sich wei neu geboren.

Morgen geht es weiter nach Pamukkale…
Fortsetzung folgt.

2 Comments

  1. Kaah

    Neid, purer Neid, aber ich gönne es Dir und wünsche weiterhin ganz viel Spaß!

  2. heiste

    Danke Kaah, Spass habe ich wirklich!!! Ich weiß nicht was schöner ist: im Land herumzureisen oder hier in Bodrum das schöne Leben zu geniessen…